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Eindrücke aus Chicago: LichtBlick Azubis zum Austausch in den USA

Ein Beitrag von Sascha Ahlbrecht, Richard Wagner und Tommy Wozniak, Auszubildende in der IT bei LichtBlick

John Hancock Tower in Chicago
John Hancock Tower in Chicago

Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Chicago wurde es uns IT-Auszubildenden ermöglicht, gemeinsam mit Vertretern der staatlichen Gewerbeschule 18 für zwei Wochen nach Chicago zu reisen und dort an der Robert Morris University (RMU) zu studieren. Im Gegenzug wird es den Studenten der RMU ermöglicht, für ca. zwei Monate nach Hamburg zu kommen, um hier ein Praktikum zu absolvieren und am Berufsschulunterricht teilzunehmen.

Millionen-City mit hohem Energiebedarf

Chicago, auch „The Windy City“ genannt, liegt am Südwestufer des Lake Michigan im Staat Illinois und ist mit ca. 2,7 Mio. Einwohnern die drittgrößte Stadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Größer sind nur Los Angeles und New York City. Chicago hat eine Landfläche von 588,3 km². Hamburg ist im Vergleich dazu 755,26 km² groß und hat ca. 1,7 Mio. Einwohner.

Der Ausblick auf die Stadt am Abend aus dem 344 Meter hoch gelegenen John Hancock Tower ist schon sehr beeindruckend. Aber bei dem Anblick eines solchen Lichtermeeres fragt man sich als Mitarbeiter eines ökologisch denkenden Stromanbieters gleich, wie es in dieser Stadt mit dem Thema Stromverbrauch und Umweltschutz aussieht…

The American Way

Zum Thema Umweltschutz ist zu sagen, dass die Stadt auf dem richtigen Weg ist. Sie hat sich freiwillig zur Umsetzung der Klimaschutzziele des Kyoto-Protokolls verpflichtet. Dazu hat die Stadt diverse Vorkehrungen getroffen. Unter anderem sind nahezu alle Busse und Taxen Hybriden. Auch in privaten Haushalten sieht man immer mehr Hybriden als Familienwagen. Allerdings reicht ein Blick auf den Verkehr, um sagen zu können, dass Amerikaner Autos bevorzugen, die mächtig PS unter der Haube haben und eine starke Erscheinung bieten. Dort kann man sich diese Benzinschlucker aber auch leisten. Der Benzinpreis liegt bei ca. einem Dollar pro Liter.

In der Unterkunft: Alle Räume vollklimatisiert
In der Unterkunft: Alle Räume vollklimatisiert

Auch der günstige Strompreis lädt dazu ein, einen verschwenderischen Lebensstil zu führen. Auf dem nebenstehenden Bild ist unsere Unterkunft zu sehen. Und wie unschwer zu erkennen ist, ist in nahezu jedem Raum eine Klimaanlage eingebaut.

Stromkabel-Wirrwarr

Beim ersten Schlendern durch die Straßen, wenn man die Häuser von vorne sieht, denkt man sich: „Das ist aber eine schöne Gegend, manche Häuser sehen echt schick aus.“ Aber halt! Plötzlich sieht man die Holzpfeiler in der Gasse, die ein Wirrwarr von Kabeln aufweisen, wo dem positiven ein negativer Gedanke folgt: „Wo sind wir denn hier? In Deutschland undenkbar!“ Vielleicht sollten wir den nächsten Entwicklungsminister bitten, ein paar Ingenieure in die Vereinigten Staaten zu schicken. Eine Modernisierung der Infrastruktur ist schon lange fällig.

Ein Kabel-Wirrwarr - in Deutschland undenkbar
Ein Kabel-Wirrwarr – in Deutschland undenkbar

Es war eine sehr schöne und interessante Erfahrung, die amerikanische Großstadt Chicago zu bereisen, auch weil noch keiner von uns zuvor in den Vereinigten Staaten war. Wir haben sehr viele Eindrücke gesammelt und in Bezug auf den Umweltschutz und die Infrastruktur ist zu sagen, dass im Land jenseits des großen Teiches der Schein nach außen hin häufig wichtiger ist als das Allgemeinwohl, die Stadt Chicago jedoch auf dem richtigen Weg ist, nicht nur The Windy City, sondern auch The Green City zu werden.


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