LICHTBLICKER

Als Tier wäre LichtBlick ein Delphin

LichtBlick_Logo_15Jahre1999 hat LichtBlick mit 9 Mitarbeitern und 8 Kunden seine Arbeit begonnen. Seitdem sind wir stetig gewachsen und zählen heute 480 Mitarbeiter und über 600.000 Kunden.Wir blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. In unserer neuen Blogreihe werfen wir einen Blick zurück auf 15 Jahre LichtBlick – und blicken natürlich auch nach vorne. Den Startschuss gibt ein Interview mit dem LichtBlick-Gründer und CEO Heiko von Tschischwitz.

 

LichtBlick – Wunsch nach Veränderung

Wie kam es zu der Idee für das Unternehmen?

Wir haben Mitte der 90er Jahre durch unsere Vor-LichtBlick-Tätigkeit in der Energiewirtschaft erfahren, dass Attribute wie Kundenfreundlichkeit und Transparenz in diesem Wirtschaftszweig nicht groß geschrieben wurden. Außerdem gab es niemanden, der die Energiewende als Chance betrachtete, alle sahen nur die Risiken. Das alles wollten wir ändern.

Wie sah es denn im ersten Büro aus?

Ganz anders als man es sich vermutlich vorstellt. Wir sind in ein damals freies Büro unseres Hauptgesellschafters Saalfeld gezogen, weil es schnell verfügbar war. Das lag am Ballindamm – der wohl feinsten Adresse in Hamburg mit Blick auf die Binnenalster und umgeben von Privatbanken und Anwälten. Einige unserer frühen Geschäftspartner haben deshalb ziemlich gestaunt, als sie uns erstmals besuchten. Nach kurzer Zeit mussten wir allerdings schon umziehen, weil das Büro zu klein wurde.

Verrückte Namensgebung

Die unvermeidliche Frage: Wer hat sich den genialen Namen „LichtBlick“ ausgedacht?

Den haben wir gemeinsam mit Prof. Kurt Weidemann entwickelt, einem der Firmenlogo-Päpste der 80er und 90er Jahre. Ein total verrückter, aber sehr liebenswerter und beeindruckender Mensch. Kurt hat damals für alle möglichen Großkonzerne gearbeitet, Detlef Schrempp persönlich beraten und in einem Video der Fantastischen Vier mitgespielt. Eigentlich war er unbezahlbar für uns, wir haben uns zufällig getroffen und er fand gut, was wir vorhatten, also hat er uns geholfen.

Der Unternehmensgründer Heiko von Tschischwitz vor einem LichtBlick Plakat im Jahre 2000, Foto: LichtBlick
Der Unternehmensgründer Heiko von Tschischwitz vor einem LichtBlick Plakat im Jahre 2000, Foto: LichtBlick

Was waren in den ersten Jahren die größten Herausforderungen?

Den Markt aufzubrechen. Wir waren ja Pionier auf ganzer Linie und hatten mit den Ex-Monopolisten Geschäfts-„Partner“, denen wir etwas wegnehmen wollten. Je erfolgreicher wir wurden, desto mehr nahmen die uns auf den Kieker.

Von Anfang an – IT im Haus

Was war die klügste Entscheidung der Anfangszeit?

Auf gute Berater zu setzen, auch wenn sie teuer waren. Und schon damals zu verstehen, wie wichtig IT in der Energieversorgung wird.

Und der größte Fehler?

Zu glauben, dass ein gutes Produkt nur Marketing braucht und keinen Vertrieb.

Gab es Momente, in denen Sie am liebsten alles wieder hingeschmissen hätten?

Natürlich gab es die, mehrfach. Und ohne Glück hätten wir auch gut scheitern können.

Manchmal kommt es anders als man denkt

Wenn Sie LichtBlick heute noch einmal gründen würden – was würden Sie anders machen?

Es gab eine Phase, in der wir glaubten zu wissen, wie sich der Markt entwickelt. Heute wissen wir, dass man die besseren Entscheidungen trifft, wenn man stets in Betracht zieht, dass es auch anders kommen kann als man annimmt.

Was hätten Sie 1998 auf die Frage geantwortet: Wo steht LichtBlick in 15 Jahren?

Dass ich nicht einmal wüsste, wo wir in 5 Jahren stehen. Und dass ich froh wäre, wenn es das Unternehmen in 15 Jahren noch gibt.

David vs. Goliath

David oder Goliath – wo steht LichtBlick heute?

Natürlich sind wir immer noch der David. Interessant ist aber, dass es dem Goliath inzwischen richtig schlecht geht…

Was werden Sie 2028 über LichtBlick sagen?

Mein Gott, dann bin ich 60! Die nächsten 15 Jahre sind noch viel schwerer zu prognostizieren als die letzten, insofern: keine Ahnung! Ich glaube aber, dass wir in den nächsten 5 Jahren die große Chance haben, eine noch stärkere führende Rolle bei der Umsetzung der Energiewende hin zu Dezentralität und Nachhaltigkeit einzunehmen.

Bescheidenheit trotz Erfolg

Worauf sind Sie besonders stolz?

Dass es uns gelungen ist, trotz unseres unternehmerischen Erfolges bescheiden zu bleiben. Und zwar weniger, weil Bescheidenheit eine Tugend ist, sondern weil Bescheidenheit vor Übermut schützt und Übermut einer der Hauptgründe ist, warum Erfolgsgeschichten oftmals jäh beendet werden.

Wenn LichtBlick ein Tier wäre, welches wäre es dann?

Vermutlich ein Delphin. Der ist sympathisch, intelligent, schnell und team-orientiert. Und wenn es drauf ankommt, kämpft er auch erfolgreich gegen Haie! Das passt ziemlich gut.

Die Fragen stellten Ralph Kampwirth und Mara Berg, Unternehmenskommunikation bei LichtBlick.


Zurück zur Übersicht »

Artikel kommentieren