LICHTBLICKER

Edelweiß-Strom für die Edelweißhütte

Seit Ende 2016 kooperieren LichtBlick und der Deutsche Alpenverein (DAV) und haben mit Edelweiß-Strom ein gemeinsames Energieprodukt auf den Markt gebracht. Edelweiß-Strom Kunden beziehen nicht nur 100 Prozent Ökostrom aus Deutschland, sondern sie unterstützen zugleich Klimaprojekte des DAV. Denn wie in kaum einer anderen Region in Deutschland sind die Auswirkungen des Klimawandels in den Alpen zu spüren.
Wir haben mit Jochen Pfaff, Vorsitzender der DAV Sektion Hof und Edelweiß-Strom Kunde der ersten Stunde, über die Kooperation, seine Arbeit und die Zukunft der Alpen gesprochen.

Jochen Pfaff ist nicht nur Vorsitzender der DAV-Sektion Hof, sondern auch Edelweiß-Strom-Kunde der ersten Stunde, Foto: Jochen Pfaff
Jochen Pfaff ist nicht nur Vorsitzender der DAV-Sektion Hof, sondern auch Edelweiß-Strom-Kunde der ersten Stunde, Foto: Jochen Pfaff

Ökostrom für sensibles Ökosystem

Herr Pfaff, Sie sind bei der Stromversorgung für Ihre Edelweißhütte auf Edelweiß-Strom umgestiegen. Warum haben Sie sich dazu entschieden?
Wie alle Sektionen des DAV liegt uns der Umwelt- und Klimaschutz sehr am Herzen, denn wir erleben im sensiblen Ökosystem Alpen die Folgen der Klimaveränderungen hautnah. Eine möglichst CO2-freie Energieversorgung ist daher ein absolutes Muss für uns. Unsere Winnebachseehütte versorgen wir übrigens schon seit Anfang der 1990er mit selbsterzeugter Wasserkraft. Bei Edelweiß-Strom hat uns überzeugt, dass der Strom aus deutschen Ökostromkraftwerken kommt und zusätzlich Klimaprojekte des DAV unterstützt werden. Das ist nicht nur eine super Sache für jedes DAV-Mitglied, sondern für alle, die sich für Klimaschutz engagieren und die Alpen lieben.

Klimawandel in der Alpenregion schon zu spüren

Sie sagen, dass Sie den Klimawandel bereits hautnah zu spüren bekommen. Inwiefern und was bedeutet das für Ihre Arbeit?
Wir erleben zunehmend Wetterextreme. Unsere Edelweißhütte liegt im Fichtelgebirge. Hier haben in den vergangenen Jahren starke Orkane heftige Schäden in den Wäldern angerichtet. Unsere Winnebachseehütte liegt in Österreich auf rund 2.400 Metern Höhe mitten in den Stubaier Alpen. Die steigenden Temperaturen haben hier Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt, die bereits auf kleinste Veränderungen sensibel reagieren. Eine Aufgabe des Alpenvereins ist es, das Wander-Wegenetz intakt zu halten. Hier merken wir vermehrt, dass wir mehr Geröllabgänge haben, die unsere Alpenwanderwege unzugängliche machen – auch eine Folge der Klimaveränderung. Neben unserer Aufgabe für sichere Wanderwege zu sorgen, machen wir auch unsere Vereinsmitglieder und Besucher unserer Hütten auf unsere einzigartige Natur und ihren Schutz aufmerksam.

Klimawandel ändert Bild der Alpen

Edelweißhütte wird mit 100% Ökostrom versorgt, Foto: Jochen Pfaff
Die Edelweißhütte wird mit 100% Ökostrom versorgt, Foto: Jochen Pfaff

Wie werden die Alpen sich aus Ihrer Sicht in den kommenden 20 Jahren verändern?
Wenn der Klimawandel nicht zu bremsen ist, werden einige Tiere und Pflanzen, die jetzt in den Alpen beheimatet sind, eventuell ausgestorben sein oder von anderen, exotischen Tieren und Pflanzen verdrängt sein. Auch die Gletscher werden immer schneller schmelzen, wodurch nicht nur das Bild der Alpen stark verändert wird, sondern auch eine einzigartige Natur verschwindet.

Schon kleine Maßnahmen helfen

Wie kann jeder einzelne etwas zum Schutz der Alpen beitragen?
Das fängt bei ganz einfachen Dingen an: Wanderer sollten die gekennzeichneten Wege nicht verlassen und ihren Müll immer mitnehmen. In den Hütten können sie schonend mit unserer Ressourcen Wasser und Energie umgehen. Und wer von weiter her in die Alpen kommt, sollte bei der Anreise schauen, ob sie unbedingt mit dem Auto oder sogar Flugzeug anreisen müssen oder ob das auch mit der Bahn geht. Aber nicht nur im Urlaub kann etwas für den Klimaschutz getan werden – bestes Beispiel ist der Wechsel zu einem Ökostromanbieter, um auf CO2-freie Energieversorgung umzusteigen.


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