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Ecuador: Der Wert der Natur ist immens…

Regenwald in der Intag-Region in Ecuador, Foto: GEO schützt den Regenwald e.V.
Regenwald in der Intag-Region in Ecuador, Foto: GEO schützt den Regenwald e.V.

Blogbeitrag von Laura Welle, Unternehmenskommunikation

Kürzlich haben uns unsere Kooperationspartner von „Geo schützt den Regenwald“  eine Studie zu gesendet, die sich auf das Regenwaldgebiet (Intag-Gebiet) in Ecuador bezieht. Hier versuchen wir seit Jahren gemeinsam, die Zerstörung der Natur zu stoppen und eine nachhaltige Entwicklung in der Region zu fördern. Die Forscher haben in ihrer Studie  herausgefunden, dass der Wert des Ökosystems in der Intag-Region in Ecuador ökonomisch gesehen viel größer ist, als die dort zu fördernden Rohstoffvorkommnisse.

Die Intag-Region ist ein sehr sensibles und einzigartiges Ökosystem, was für die Menschen vor Ort aber auch global gesehen sehr wertvoll ist. Zum Beispiel versorgt es die Menschen mit sauberem Trinkwasser, nachwachsenden Rohstoffen und Lebensmitteln, und stabilisiert das Klima – mit weltweiten Auswirkungen. Außerdem ist es für wilde Tiere und Pflanzen ein wesentlicher Lebensraum und für die Menschen ein guter Erholungsort.

Kupferabbau gefährdet den Regenwald

Auf der anderen Seite ist die Region auch wirtschaftlich sehr interessant, da hier viele Rohstoffe lagern. Globale Unternehmen versuchen hier zum Beispiel Kupfer abzubauen. Wie überall auf der Welt hat aber der Abbau viele negative Folgen, sowohl für das tägliche Leben der lokalen Bevölkerung, aber auch für uns in Deutschland: die Biodiversität nimmt ab, die CO2 Emissionen nehmen u.a. durch die Rodung des Urwaldes erheblich zu – das sind nur ein paar Aspekte.

Fazit: Ökosystemwert muss in Umweltverträglichkeitsstudien einbezogen werden

Lediglich ein Teil der Ökosysteme in der Region wurde von dem Forscherteam untersucht, aber schon mit unglaublichen Ergebnissen: Jährlich erbringt die Intag-Region eine sogenannte Ökosystemdienstleistung von 447 Millionen Dollar. Die Kupfervorkommen (in Junín) haben nur einen einmaligen Wert von ca.7,6 Milliarden Dollar. Von dieser Summe müsste korrekterweise der Wert abgezogen werden, der durch Ökosystemzerstörung beim Kupferabbau verursacht wird.

Jeden Monat senden uns unsere Kooperationspartner von „Geo schützt den Regenwald“ einen aktuellen Bericht zur Lage in unserem gemeinsamen Regenwaldprojekt zu. Die Berichte veröffentlichen wir regelmäßig hier auf unserer Internetseite. Die Berichte werden meistens von der Co-Autorin der regionalen Intag-Zeitung Mary Ellen Fieweger, die in der Region lebt, verfasst. So auch der aktuelle Bericht, den sie uns vor einigen Tagen zu gesendet hat.


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