LICHTBLICKER

Die LUSH-Filialen in Deutschland beziehen Ökostrom von LichtBlick

Unverpackte und natürliche Produkte von LUSH von denen die gewünschte Menge abgeschnitten wird, Foto: LUSH GmbH
Unverpackte und natürliche Produkte von LUSH von denen die gewünschte Menge abgeschnitten wird, Foto: LUSH GmbH

von Laura Welle, Unternehmenskommunikation

LUSH produziert seit mehr als 15 Jahren frische handgemachte Kosmetik und ist weltweit tätig.  2011 sind die ersten deutschen Filialen zu LichtBlick gewechselt und ab Juli 2012 wird auch die letzte der bestehenden Filialen in Deutschland mit Ökostrom versorgt werden. Mit Katja Kreß von LUSH-Deutschland habe ich über LUSH und die Kooperation mit LichtBlick gesprochen.

Seit wann gibt es LUSH und wie ist die Idee zu „handmade fresh cosmetics“ entstanden?

LUSH wurde 1985 von Mo und Mark Constantine mit vier Bekannten in England gegründet. Vorher haben sie als Lieferant von The Bodyshop gearbeitet – sie waren also mit der Branche vertraut und haben viele Ideen mitgebracht.  Durch die eigene Familiengründung ist bei dem Ehepaar Constantine der Wunsch gewachsen, sich und die Kinder mit natürlichen Produkten zu versorgen. Da das Budget bei der Firmengründung nicht so groß war, wurde die Idee eines Gemüsemarktes genutzt: unverpackte und natürliche Produkte, die man anfassen kann und von denen die gewünschte Menge abgeschnitten wird. Damals in der Not entstanden, ist dieses Konzept heute bewusstes unternehmerisches Handeln.

Wie ist es die Entwicklung verlaufen in den Jahren nach der Gründung?

2002 wurde der erste Shop in Deutschland eröffnete und zwar in Hamburg. Mittlerweile gibt es deutschlandweit 38 Filialen – erst letzten Monat wurde der zweite in München eröffnet. Wir wollen jedes Jahr 10-15 weitere Shops in Deutschland eröffnen, bis wir die 80-Stück-Grenze knacken. Seit Januar 2012 gibt es schon acht neue!

Wie sieht die Produktpalette überhaupt aus?

Unser Fokus in der Produktpalette liegt auf den drei Bereichen Gesicht, Haar und Körper, also all das, was nachhaltig wirkt. Wir führen aber auch Bade- und Duschartikel, was daher rührt, dass die Constantines die Badekugel – damals noch bei The Bodyshop – erfunden haben. Außerdem bieten wir Geschenksets an. Besonders stolz sind wir auf unsere Verpackungsmaterialien: Hutschachteln und japanische Tücher, die immer wiederverwendbar sind. Seit 2011 haben wir auch Düfte, Make-up und Zahnpflegeartikel im Sortiment.

Schaumbäder von LUSH
Schaumbäder von LUSH

Welche Werte und Firmenphilosophie vertritt LUSH?

Das in den 90er Jahren eingeführte Geschäftskonzept ist heute wichtiger Bestandteile der Firmenphilosophie: Dadurch, dass wir so weit es geht, auf Verpackungen verzichten, brauchen wir zum Beispiel statt acht nur einen LKW für den Transport. Das spart – neben den Verpackungsmaterialien – nicht nur Kosten, sondern vor allem CO2! Außerdem verzichten wir komplett auf Tierversuche – das heißt unsere Produkte sind 100% vegetarisch und sogar zu 80% vegan. Bei der Herstellung unserer Produkte nutzen wir natürliche Inhaltsstoffe – als natürliche Konservierungsstoffe dienen in 70% der Produkte wie Zitrone und Kiwi. Da unsere Seifen fest und nicht flüssig sind, brauchen sie keine Konservierungsstoffe und sind dadurch auch für viele Allergiker verträglich. Damit unsere Kunden immer genau über das Produkt Bescheid wissen, listen wir alle Inhaltsstoffe und zwar mit deutscher Übersetzung auf. Uns ist eben wichtiger, was drin ist, als das, was drum herum ist!

Was ist Ihr Beitrag für den Klima- und Umweltschutz?

Wir wollen unseren Carbon Footprint möglichst klein halten und ständig verkleinern. Unsere Devise ist immer, Verpackungen vermeiden, wiederverwerten oder zumindest nur recyceltes Material nutzen: 70% unserer Produkte kommen ohne Verpackungen aus,  die notwendigen Verpackungen sind kompostierbar und die Flaschen sind aus recycelten Materialien.
Damit der Footprint auch beim Paketversand klein bleibt, arbeiten wir mit dem GoGreen-Versand der Post. Und im Alltag verzichten die Mitarbeiter darauf zu fliegen und achten in allen Filialen auf einen geringen Stromverbrauch.  Und wir nutzen eben Ökostrom!

Wie kam es zu der Idee mit LichtBlick zu kooperieren und wie sieht die Kooperation aus?

LichtBlick und seine Firmenphilosophie haben wir bei der Preisverleihung von „Deutschlands Kundenchampions“ 2011 kennengelernt. Wir waren schon lange auf der Suche nach einem richtigen Ökostromanbieter, der unabhängig von den konventionellen Anbietern ist und eine nachhaltige Firmenphilosophie hat – der eben einfach zu uns passt! Nach und nach haben seit 2011 alle deutschen LUSH-Filialen zu LichtBlick gewechselt – am 1.7. wechselt Aachen als letzte. Außerdem gibt es auch ein Ökostrom-Angebot für die Mitarbeiter von LUSH.

Welche künftigen Entwicklungen vermuten Sie?

Wir sind dabei unsere Shops zu „grünen“: Durch neue Beleuchtungskonzepte wollen wir den Stromverbrauch weiter reduzieren und durch Living-Walls das Raumklima in den Filialen verbessern. Jeder neue Shop wird von Beginn an mit Ökostrom von LichtBlick beliefert werden.
Und es gibt erste Ideen, eine grüne Produktionsstätte mit einer Art Selbstversorger-System in Deutschland zu bauen: lokaler Anbau, Versorgung mit Biogas und eine Klimatisierung durch Bodenwärme.
Allgemein sind wir ständig dabei, unsere Performance zu verbessern. Seit 2009 nutzen wir zum Beispiel eine palmölfreie Seifenbasis und auch die Parabene werden intensiv diskutiert. Künftig wird der Anteil von Fairtrade- und Organic-Inhaltsstoffen stetig vergrößert, vor allem der von zertifizierten Zutaten. Noch wichtiger ist uns aber die regionale Beschaffung unserer Zutaten. Am 21. Juli kommt übrigens unsere neue, sehr spannende Produktpalette raus, wir sind alle sehr gespannt!


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