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Den eigenen Kohle-Check machen

Am 3. Dezember 2018 beginnt im polnischen Katowice die diesjährige Klimakonferenz. Teilnehmer aus mehr als 190 Länder beraten elf Tage darüber, wie sich das 1,5- oder 2-Grad-Ziel noch einhalten lässt. Ein wichtiger Schritt wäre, aus der Kohle-Energie auszusteigen: 32,5 Milliarden Tonnen CO2 wurden 2017 durch Energieerzeugung verursacht. Allein die Kohlekraftwerke in Deutschland tragen rund 300 Millionen Tonnen CO2 dazu bei.

Wer für den Kohleausstieg ist, kann dies aus ganz unterschiedlichen Beweggründen sein, Grafik: LichtBlick/WWF
Wer für den Kohleausstieg ist, kann dies aus ganz unterschiedlichen Beweggründen sein, Grafik: LichtBlick/WWF

Die Befürworter

Doch auch wenn der Klimasünder bekannt ist, sind die Meinungen zum Kohleausstieg sehr verschieden. Es gibt die Menschen, die sich klar zum Ausstieg bekennen. Die Vorteile für eine Kohle-freie Zukunft sehen sie aus unterschiedlichen Gründen klar auf der Hand: Je weniger CO2 jetzt noch ausgestoßen wird, desto eher lässt sich die Erderwärmung begrenzen. Doch nicht nur das Klima wird geschont, auch die Menschen. Denn die die Emissionen sind auch für Erkrankungen und vorzeitige Todesfälle verantwortlich.

Die Unsicheren

Dann gibt es die Gruppe der grundsätzlichen Befürworter, die aber nicht so genau wissen, wie der Weg zu 100 Prozent erneuerbaren Energien und der Kohleausstieg gelingen könnte. Schließlich können konventionelle Kraftwerke rund um die Uhr Strom erzeugen, während wir uns bei Sonne, Wind & Co. nicht auf eine kontinuierliche Erzeugung verlassen können. Doch auch hierfür gibt es bereits Lösungen: Vernetzte erneuerbare Anlagen und der Ausbau von Speicher. So können wir in Deutschland den Anteil der Erneuerbaren von jetzt knapp 38 Prozent auf 70 Prozent bis 2030 und sogar 100 Prozent bis 2050 erhöhen.

Es geht nur mit Kohle? Stimmt das wirklich... Grafik: LichtBlick/WWF
Es geht nur mit Kohle? Stimmt das wirklich… Grafik: LichtBlick/WWF

Die Skeptiker

Für einige Menschen ist es momentan jedoch absolut unvorstellbar, dass wir irgendwann keine Kohle- und Atomkraftwerke mehr in Deutschland brauchen. Ihre Argumente reichen von der Versorgungssicherheit, die nur mit Kraftwerken gewährleitet ist, über die Bezahlbarkeit von Strom bis hin zum Verlust von Arbeitsplätzen durch den Ausstieg.

Jetzt den Kohle-Check machen

Wo stehen Sie eigentlich in der Kohleausstiegs-Debatte? Gemeinsam mit unserem Partner, WWF Deutschland, haben wir den persönlichen Kohle-Check entwickelt. Hier können Sie testen, welcher Typ Sie sind – und ob sich Ihre Argumente doch nicht ein wenig aus dem Weg räumen lassen.

Ein erster Schritt zum eigenen Kohleausstieg ist übrigens der Wechsel zu einem echten Ökostromanbieter wie LichtBlick. Und wer jetzt bis zum 30. November 2018 wechselt erhält eine Preisgarantie bis Ende Juni 2019.


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2 Kommentare

  • Annemarie Weise sagt:

    Ich bin sehr erstaunt, dass rechnerisch Deutschland mit seinen Kohlekraftwerken für 10% des CO2-Ausstoßes verantwortlich sein soll. Kann ich mir so gar nicht vorstellen, wir sind doch ein kleines Land. Hat da irgendjemand Milliarden und Billionen verwechselt?


    • Anke Blacha | LichtBlick Autorin antwortet:

      Hallo Frau Weise,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie beziehen sich auf die beiden Zahlen 32,5 Milliarden und 300 Millionen Tonnen, oder? Wenn ich das richtig gerechnet habe, sind 300 Million von 32,5 Milliarden nur 0,9 Prozent. Und das passt auch zur Gesamtmenge: Mit allen Emissionen trägt Deutschland ungefähr zu 2 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen bei (https://www.co2online.de/klima-schuetzen/klimabilanz/die-groessten-co2-emittenten/).

      Viele Grüße
      Anke Blacha


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