LICHTBLICKER

Bewusstsein für unseren Planeten stärken

Seit 15 Jahren schützen wir Regenwaldflächen in Ecuador – pro Kunde und Monat stellen wir einen Quadratmeter Regenwald unter Schutz. Regelmäßig berichtet Carlos Zorrilla von DECOIN, unserem Partner vor Ort, über Aktuelles aus der Intag-Region. Aus Anlass des „Earth Day“ berichtet er von den Erfolgen beim Regenwald-Schutz.  Die konnten wir vor allem dank unserer Kunden erreichen.

Die Intag-Regin, in der der LichtBlick-Regenwald liegt, ist jetzt Welt-Geopark, Foto: Carlos Zorrilla
Die Intag-Regin, in der der LichtBlick-Regenwald liegt, ist jetzt Welt-Geopark, Foto: Carlos Zorrilla

Earth Day erinnert uns an Klimaschutz

Am 22. April wurde der “Earth Day”, der “Tag der Erde”, gefeiert. Vor allem soll an diesem Tag das Bewusstsein der Menschen für unseren Planeten gestärkt werden – damit wir endlich aufhören, Luft, Land und Wasser zu kontaminieren. Falls uns das gelingt, hätte der Mensch eine gute Chance, noch ein bisschen länger auf dieser Erde zu leben! Man könnte meinen, das sei einfach zu begreifen und zu erfüllen. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen verstehen, was wir tun müssen, um unserer Erde zu helfen. Ein gutes Beispiel ist der Regenwald-Schutz von LichtBlick, GEO schützt den Regenwald e.V. und unserer Organisation DECOIN. Gemeinsam konnten wir schon viel erreichen.

Schutz im Regenwald geht voran

Die DECOIN-Mitarbeiter treiben derzeit den Kauf zweier Waldflächen voran. Es handelt es sich um 106 Hektar. Wie immer werden die Flächen privaten Verkäufern abgekauft und als Schutzwälder auf die Gemeinden überschrieben. Doch es kommt auch immer wieder zu Verzögerungen beim Kauf – entweder auf Seiten des Verkäufers oder auch durch die Behörden. In den vergangenen Wochen haben beispielsweise Regionalwahlen stattgefunden. Und das bedeutet: Verzögerungen durch den Wechsel von Ansprechpartnern in der Verwaltung und neue Abläufe. Aber nichts wird uns davon abhalten, neue Gemeindewälder zu schaffen!

Gefahren von Bergbau-Vorhaben noch nicht gebannt

Ich bin froh, berichten zu können, dass es zurzeit in der Intag-Region bezüglich Bergbauvorhaben relativ ruhig ist. Das chilenische Bergbauunternehmen CODELCO hat seine Bohrgeräte aus den artenreichen Wäldern um Junin abgezogen. Das Unternehmen hatte den Plan, seine Probebohrungen für Kupfer auf ein weiteres schützenswertes Waldgebiet bei Junin auszuweiten. Doch das konnten wir verhindern oder zumindest hinauszögern. Außerdem haben Gemeinden in anderen Teilen von Ecuador Gerichtsverfahren gegen Bergbauvorhaben gewonnen. Die Regierung hat jedoch angekündigt, dass sie demnächst mit CODELCO eine Vereinbarung unterzeichnen wird, um in den kommenden zwei, drei Jahren eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Die Studie soll zeigen, ob der Kupferabbau in einem 700-Hektar-Waldgebiet aus ökonomischer Sicht sinnvoll wäre. Zudem hat der ecuadorianische Rechnungshof endlich seinen Bericht veröffentlicht, in dem er die Bergbauaktivitäten in den Wäldern von Junin entschieden verurteilt. Der Bericht weist auf das völlige Fehlen von Überwachung bei den Bohraktivitäten hin. Das führte dazu, dass Flüsse und Bäche kontaminiert, Bäume illegal gefällt und Millionen Liter Wasser ohne Genehmigung genutzt wurden.

Rechte der Natur und der Menschen wahren

In der Woche vor dem „Earth Day“ hat die ecuadorianische Bürger-Schiedsstelle einen noch drastischeren Bericht herausgegeben. Dieser betrifft die Menschenrechte und die Rechte der Natur, die CODELCO in den Wäldern von Junin verletzt hat. Die Rechte der Natur sind als solche in der ecuadorianischen Verfassung verankert. Die Natur und alle Arten, die sie ausmachen, haben unter anderem das Recht auf Schutz, natürliche Vermehrung und Wiederherstellung. Fazit: Der Bericht macht uns optimistisch, dass wir die Entwicklung von Bergbau in Intag verhindern können. Was uns Sorge bereitet, sind allenfalls einige informelle Goldsucher, die nach Intag gekommen sind. Bislang gibt es jedoch keine Abbaustelle und die Gemeinden sind fest entschlossen, illegales Schürfen nach Gold zu verhindern.

Intag wird Teil des ersten UNESCO-Geopark

Im April hat die UNESCO unsere Provinz, Imbabura, zum ersten Welt-Geopark in Ecuador erklärt – auch das ist ein Grund den Earth Day zu feiern. Um diese Auszeichnung zu verdienen, muss eine Region außergewöhnliche geologische Vielfalt aufweisen. Imbabura hat einzigartige Naturlandschaften, Kraterseen, Wasserfälle, die Anden und eine beeindruckende Vielfalt an Ökosystemen. Schutz, Bildung und Nachhaltigkeit sollen die Entwicklung in Geoparks prägen. Und wer unsere Arbeit kennt, der weiß, dass wir seit 24 Jahren –15 davon mit Hilfe von LichtBlick und „GEO schützt den Regenwald“ – genau diese Ziele verfolgen!


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