LICHTBLICKER

Bärchen als Begleiter

Kinderhospiz Sternenbrücke
Kinderhospiz Sternenbrücke

Die Vorweihnachtszeit ist für viele Menschen mit Hektik und Einkaufsstress verbunden, doch auch Weihnachtsmarkt-Atmosphäre und Keksduft gehören dazu. Viele halten zudem inne und denken an diejenigen, denen es nicht so gut geht, spenden und unterstützen Hilfsbedürftige. So auch LichtBlick…

An einem verregneten Nachmittag im späten November sind mein Kollege Achim und ich auf dem Weg nach Hamburg-Rissen. Mit uns im Auto sind 100 flauschige Teddybären. Wir fahren zum Kinderhospiz Sternenbrücke um uns mit Frau Ritter zu treffen.

Seit neun Jahren arbeitet sie hier. Die Sternenbrücke bietet Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind für ein paar Wochen einen Rückzugsort, wenn keine kurativen Therapien mehr möglich sind. Ende November sind neun Familien hier.

Erholungsphasen für betroffene Familien

Frau Ritter erklärt uns, dass sie den betroffenen Familien auf dem oft sehr langen Krankheitsweg des Kindes in der Sternenbrücke Entlastungs- und Erholungsphasen ermöglichen. Die Erkrankung eines Kindes ist eine Belastung für die ganze Familie, die Geschwister, den Vater und die Mutter. Diese Entlastungspflege hilft, die Familiensituation zu stabilisieren und so die Pflege des erkrankten Kindes im familiären Zuhause zu sichern und das Familiengefüge zu erhalten, erfahren wir von Frau Ritter. Manche Kinder werden mit ihren Familien von der Sternenbrücke auch auf dem letzten Lebensweg begleitet.
Die meisten betroffenen Kinder sind zwischen 2 und 15 Jahren alt. Durch die gute Zusammenarbeit und die deutschlandweite Bekanntheit kommen auch immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre mit ihren Familien in das Kinderhospiz Sternenbrücke.

Ein starkes Team

Ein fachlich breit aufgestelltes Team von 95 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im Kinderhospiz Sternenbrücke im Norden Hamburgs. Hinzu kommen 80 Ehrenamtliche. Jeder kennt hier jeden und neben der Seelsorge und Trauerbegleitung ist das gegenseitige Auffangen der Mitarbeiter unglaublich wichtig. Neben vielen traurigen Stunden, in denen Menschen weinen, wird auch viel gelacht – unter den Mitarbeitern und auch mit den Familien. Die Eltern sind sehr dankbar, viele von ihnen rufen auch wenn sie gerade nicht in der Sternenbrücke sind zwischendurch mal an.
Das Gelände liegt ruhig und fast ein wenig majestätisch neben einem Waldgebiet. Das Gebäude und die Menschen strahlen Geborgenheit aus und wirken so, als ob sie  Halt und Zuversicht geben können. Als wir das Haupthaus betreten schlägt auch uns diese offene und warme Atmosphäre entgegen.

Sternenbrücke braucht Unterstützer

Seit zehn Jahren gibt es die Sternenbrücke. Eine Bestandsgarantie bis in alle Ewigkeit gibt es allerdings nicht. Die Finanzierung basiert komplett auf Spenden und jährlich müssen 1,7 Millionen Euro zusammenkommen, dank der guten Öffentlichkeitsarbeit hat das bisher immer geklappt. Die Kinder werden zwar von den Krankenkassen im Rahmen der Pflegestufen und auch beim Aufenthalt in der Sternenbrücke unterstützt. Allerdings nur zu einem kleineren Anteil. Die Betreuung und Begleitung von Eltern und Geschwisterkindern wird ausschließlich über Spenden finanziert und auch dass oftmals mindestens ein Elternteil nicht mehr arbeitet, wird leider in der Gesundheitsgesetzgebung nicht bedacht. So freuen sich Frau Ritter und ihr Team auch über Sachspenden, sowohl von Firmen als auch von Privatpersonen. Auf der Homepage gibt es eine Wunschliste in der das Sternenbrückenteam genau beschreibt, wobei sie sich Unterstützung wünschen.

Frau Ritter vom Kinderhospiz Sternenbrücke und Achim von LichtBlick
Frau Ritter vom Kinderhospiz Sternenbrücke und Achim von LichtBlick

LichtBlick-Teddys als Begleiter

So haben auch die Teddys ihren Weg nach Rissen gefunden. Weihnachtsnaschereien und eine Kleinigkeit vom Haus werden in der Advents- und Weihnachtszeit für die Kinder, ihre Geschwister und Familien verteilt. Heute zum Nikolaus sind auch die Teddybären dabei. Die Teddys kommen von den Bärenmachern, mit denen LichtBlick eine Geschäftspartnerschaft verbindet. In der Zusammenarbeit ist der Wunsch entstanden, ein soziales Projekt in Hamburg zu unterstützen. Mein Kollege Achim hat schon vor einiger Zeit die Fäden gesponnen und dem N-Club vorgeschlagen, dass das Kinderhospiz Sternenbrücke mit einem Elektro-Auto für einen Monat unterstützt wird.
Weich und hellbraun sind die LichtBlick-Teddys und ausgestattet mit einem T-Shirt und einer Geburtsurkunde. Ab heute sind sie Begleiter und ein kleiner Aufpasser für die Kinder in der Sternenbrücke. Und vielleicht wird er zum Freund, der immer da ist und hilft, Trost zu spenden und die Zuversicht nicht zu verlieren.

Ein Beitrag von Laura Welle, in der Unternehmenskommunikation bei LichtBlick


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1 Kommentar

  • Hans Vogt sagt:

    Hallo Achim.
    Traurige Kinderaugen zum leuchten zu bringen ,dass ist Euch Lichtblicker mit den Teddys bestimmt gelungen.
    Eine tolle Idee, wieder einmal.
    Herzliche Grüße.
    Hans Vogt


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