Energiewende

 

2018 erzielten die erneuerbaren Energien erneut Rekordwerte: 38,2 Prozent Anteil am Stromverbrauch und 35,2 Prozent an der gesamten Stromerzeugung – und damit lagen die Erneuerbaren erstmals gleichauf mit Braun- und Steinkohle. Die Energiewende geht also voran, oder?

Energiewende ist mehr als Stromwende

Bei der Stromwende sind wir in Deutschland tatsächlich schon sehr weit und haben das Ziel schon erreicht: Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bei 35 Prozent liegen. Das haben wir 2018 erreicht. Doch die Energiewende ist mehr als die Stromwende. Und hier sieht es deutlich schlechter aus: Am gesamten Energieverbrauch – also bei Strom, Wärme und Verkehr – liegt der Anteil der Erneuerbaren bei 13 Prozent. Bis 2020 soll der aber auf 18 Prozent gestiegen sein.

Im Wärmesektor, das heißt beim Heizen beträgt der Anteil der Erneuerbaren 2017 nur knapp 14 Prozent. Im Verkehr ist es sogar noch weniger – hier liegt der Anteil bei etwas mehr als 5 Prozent.

Sektorkopplung ist ein wichtiger Baustein der Energiewende, Bild: Fotolia
Sektorkopplung ist ein wichtiger Baustein der Energiewende, Bild: Fotolia

Sektorkopplung als Lösung für die Energiewende

Wie kann die Energiewende in allen Bereichen gelingen? Die einzelnen Bereiche, wie Strom, Wärme und Verkehr müssen in ihrer Gesamtheit betrachtet und miteinander vernetzt werden. So könnte Windenergie beispielsweise in Gas umgewandelt werden, das sogenannte „Power-to-gas“, um dann für im Verkehr oder in der Wärme zum Einsatz zu kommen. Die Sektorkopplung könnte zudem beitragen, dass die Schwankungen bei der Energieerzeugung der Erneuerbaren kompensiert wird, indem zum Beispiel tagsüber erzeugte Solarenergie in der Batterie eines E-Autos gespeichert wird.

Energieeffizienz gehört zur Energiewende

Neben der Verzahnung der verschiedenen Bereiche Strom, Wärme und Verkehr ist die Energieeffizienz ein weiterer Erfolgsbaustein der Energiewende. Denn im Kleinen wie im Großen gilt: Die beste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Die Energieeffizienz kann beispielsweise durch sparsamere Elektro-Geräte oder energetische Sanierungen gesteigert werden. Bis 2020 will die Bundesregierung den Energieverbrauch um 20 Prozent senken – aktuell haben wir jedoch erst sechs Prozent geschafft.

 

 

 


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