Gero Lücking im Gespräch mit Klimaretter.info

Onlinemagazin für Klima- und Energiewende

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Herr Lücking, in der letzten Woche nehmen die Angriffe nicht nur auf die Solarförderung, sondern auf das gesamte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu. Überrascht es Sie, wie schnell die Gegner einer Energiewende wieder in der Offensive sind?

Überraschend ist, dass diejenigen, die die Energiewende beschlossen haben, jetzt nicht mit Lösungskonzepten kommen. Im Gegenteil sie kommen mit den alten Vorschlägen und Themen, die sie schon vor Beschluss der Energiewende gegen das EEG angeführt haben. Die Branche scheint sich zudem nach dem Schock des politischen U-Turns langsam wieder gesammelt zu haben und die Truppen in Stellung zu bringen. mehr

Alle fünf  Wochen stehe ich als Mitherausgeber dem unabhängigen Onlinemagazin www.klimaretter.info Frage und Antwort zu Energiepolitik und Klimawandel. Mit dazu gehört auch immer die Frage nach der “Überraschung der Woche”. Hier nun das Interview in voller Länge:
 

 Die Bundesregierung will nun doch kein Gesetz zum Klimaschutz verabschieden. Brauchen wir eines? Geht es auch ohne?

Klimaschutz genießt unter schwarz-gelb keine Priorität. Sonst hätte man anders entschieden. Die nordrhein-westfälische Landesregierung ist hier zielstrebiger orientiert und deshalb gibt es dort auf Landesebene seit kurzem ein Klimaschutzgesetz. Klimaschutzziele gesetzgeberisch zu bündeln, ist sicherlich sinnvoll.

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Nachdem ich mit unserer Personalleiterin erst gestern (wieder einmal) über das starke Mitarbeiterwachstum bei LichtBlick gesprochen hatte, war ich doch sehr verwundert über einen kurzen Beitrag im Handelsblatt:

Unter der Überschrift „Von wegen Jobwunder“ berichtet die Zeitung: „Tausende neue Jobs sollen durch die Energiewende entstehen, jubeln zumindest seit Jahren die Lobbyverbände. In der Realität bleibt das Jobwunder freilich aus“. Angeblich sollen nach einer Stichprobenerhebung nur 80.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche entstanden sein und nicht 133.000, wie Branchenverbände verbreiten.

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Wir verschenken drei Exemplare des Baedecker-Reiseführers ”Deutschland – Erneuerbare Energien entdecken” an die ersten drei Personen, die uns folgende Frage richtig beantworten: Wie setzt sich der Ökostrom von LichtBlick für Privatkunden zusammen? Bitte senden Sie uns bis Samstag, den 13. August 2011,  11 Uhr eine Mail mit der Antwort und Ihrer Postadresse an: presse@lichtblick.de. Über ein Feedback zum Reiseführer und die empfohlenen Energieprojekte würden sich der Autor Martin Frey und wir sehr freuen.
Martin Frey, Fachjournalist erneuerbare Energien

Martin Frey, Fachjournalist erneuerbare Energien

 

Folgenden Gastbeitrag hat Martin Frey, Fachjournalist für Erneuerbare Energien und Autor des Baedeker Reiseführers “Deutschland – Erneuerbare Energien entdecken”, für den LichtBlickBlog geschrieben:
Onlineportal www.klimaretter.info

Onlineportal www.klimaretter.info

 Alle fünf  Wochen stehe ich als Mitherausgeber dem unabhängigen Onlinemagazin www.klimaretter.info Frage und Antwort zu Energiepolitik und Klimawandel. Mit dazu gehört auch immer die Frage nach der “Überraschung der Woche”. Hier nun das Interview in voller Länge:

RWE und E.ON bauen Standorte und Stellen ab. Geht es bei Lichtblick dagegen bergauf?

Bei LichtBlick geht es kontinuierlich bergauf. Stetig wechseln Kunden zu uns und wollen vom Original der Energiewende mit umweltfreundlichem Gas und Strom versorgt werden. Und wir nehmen inzwischen wöchentlich zehn ZuhauseKraftwerke in Betrieb. LichtBlick wächst. Und dazu brauchen wir stetig sehr gute und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Dr. Grießhammer, Öko-Institut e.V.

Dr. Grießhammer, Öko-Institut e.V.

Interview zu “25 Jahre Tschernobyl” mit Dr. Rainer Grießhammer vom Öko-Institut

25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist in Japan geschehen, wovor Atomkritiker immer gewarnt haben. Haben wir nichts gelernt?

Die Risiken, die gegen die Kernenergie sprechen, sind seit langem bekannt. Und die Umfragen zeigen seit Jahren, dass in Deutschland eine große Mehrheit der Bevölkerung den Ausstieg wünscht. Tschernobyl hatte gezeigt, dass eben doch ein katastrophaler GAU in einem AKW passieren kann.

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Das Projekt Desertec CC: Flickr/ A. Crowe

Das Projekt Desertec CC: Flickr/ A. Crowe

Gespannt verfolgen wir die Nachrichtenlage in Tunesien, Ägypten und den Ländern des Nahen Ostens. Wir hoffen mit den Menschen, dass sich die Situationen schnell, friedlich und dauerhaft in Richtung demokratischer Strukturen verändern. Dabei kann man die Bilder der letzten Jahre, die zeigen, wie praktisch alle westlichen Staatschefs die Despoten hofiert und trügerische politische Stabilität höher als Menschenrechte, Rechts-staatlichkeit, Freiheit und Demokratie bewertet haben, nicht aus dem Gedächtnis verdrängen.

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Peter Ahmels, Leiter erneuerbare Energien, Deutsche Umwelthilfe

Peter Ahmels, Leiter erneuerbare Energien, Deutsche Umwelthilfe

Gastbeitrag von Peter Ahmels, Leiter erneuerbare Energien, Deutsche Umwelthilfe (DUH)

Ein karbonfreies, klimaverträgliches Energiesystem  wird es nur mit erneuerbaren Energien (EE) geben.  Das stellt das Netz vor eine riesige Herausforderung: Bisher waren zentrale Kraftwerke in der Nähe der Verbraucher in West-und Süddeutschland die Regel, künftig werden Erneuerbare dezentral  und verbrauchsfern entstehen. So ist schon jetzt in einigen Gebieten Ostdeutschlands zeitweise ein erheblicher Überschuss an Erneuerbarer Energie vorhanden, der in die Lastzentren in Süd- und Westdeutschland transportiert werden muss: Das Netz wird zum Flaschenhals beim Ausbau der Erneuerbaren.

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Die Großdemo: Atomkraft – Schluss jetzt! am 18.9.2010

“Die Sonne scheint, eben hat es ein bisschen geregnet und der Wind bläst kräftig – auch hier und heute ist also alles dabei was wir für die Energiewende brauchen!” ruft der Podiumssprecher von der Hauptbühne vor dem Berliner Hauptbahnhof.
“Fast alles.” denke ich, denn das Zuhausekraftwerk von LichtBlick als gewichtige Alternative zu Atom- und Kohlekraftwerken bleibt unerwähnt. Nicht verwunderlich, da sich kein Bezug zur aktuellen Wetterlage vor Ort herstellen lässt.

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Die ARD-Tagesthemen haben gestern in einem Beitrag auf den Punkt gebracht, was leider immer häufiger Realität in den Zeiten nach dem „Atomkompromiss“ der Bundesregierung sein wird: mehr Atom ist gleichbedeutend mit weniger Wind, die Atomkonzerne stehen bei ihren Investitionen klar auf der Bremse.  Atomstrom ist keine Brücke, sondern behindert die Energiewende und verstopft die Netze. Leider ignoriert die Bundesregierung diesen Zusammenhang, auf den wir immer wieder verwiesen haben. Aber glücklicherweise ist die Debatte noch lange nicht zu Ende. Sollte die Laufzeitverlängerung Gesetz werden, entscheidet als nächstes das Bundesverfassungsgericht. Und spätestens 2013 sind Neuwahlen mit der Option auf eine andere Energiepolitik.

Weitere Hintergrundinformationen zum Thema:

Kürzlich veröffentlichte LichtBlick-Studie: Atomkraft blockiert Ausbau der erneuerbaren Energien