Fast 10 Monate nach der Katastrophe von Fukushima sind zwei Beobachtungen hier im Blog erwähnenswert: Erstens ist festzustellen, dass die etablierte Energiewirtschaft sich “gefangen” hat. Die Koalition aus den Großen und einschlägigen Kräften im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) steht wieder. Das Entsetzen über die schnellen Entscheidung der Bundesregierung, aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg wieder auszusteigen (oder einfacher: die Fehlentscheidung des Herbstes 2010 zu korrigieren) ist verarbeitet.

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LichtBlick-Aktion gegen Atomkraft. Der Atomstrom wird nicht mehr benötigt

Die Horrorszenarien der Atomlobby vom möglichen Blackout nach dem Atomausstieg werden nicht eintreffen. Denn auch nach dem Aus für die ersten acht der 17 deutschen Atomkraftwerke erzeugt Deutschland mehr Strom, als es verbraucht. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach hat Deutschland im ersten Halbjahr 2011 vier Milliarden Kilowattstunden Strom zuviel produziert. Das entspricht dem jährlichen Verbrauch von rund 1,4 Millionen Haushalten.

Nach Angaben der Behörde hat Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zwar 23,9 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Europa eingeführt. Gleichzeitig wurden aber 27,9 Milliarden Kilowattstunden in das europäische Stromnetz eingespeist.

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Ökostrom-Wechselwoche

Ökostrom-Wechselwoche

Vom 17. bis zum 24. September rufen 23 Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen - unter anderen Greenpeace, WWF, Campact, der NABU und der BUND – gemeinsam zur Ökostrom-Wechselwoche auf und empfehlen dabei auch den Wechsel zu LichtBlick.

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In der Presse wird dieser Tage gemeldet, dass die Bundesregierung aus dem Klimafonds den Aufbau “flexibler” fossiler Kraftwerke mit gut € 160 Mio. fördern will. Die Tatsache, dass damit nicht allein hocheffiziente Gaskraftwerke gemeint sind, sondern auch Kohlekraftwerke, beleuchtet einmal mehr, wie wichtig weiterhin das Engagement für eine wirkliche Energiewende ist.

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Ein Panorama wohlfeiler Argumente gegen die Energiewende spannt heute das Handelsblatt als Titelgeschichte auf (Wer bezahlt den Atomausstieg?) Da wird auf einer Doppelseite in einem Dutzend Leserbriefe viel Richtiges und weniger Richtiges angeführt. Vor allem aber analysiert die Redaktion auf einer weiteren Doppelseite, wen die Kosten der Energiewende treffen: Aktionäre der Energiekonzerne, Stromkunden und Steuerzahler. Die Zusammenstellung der Argumente bleibt allerdings sehr lückenhaft und gerät dadurch zum Versuch, aus finanzieller Vernunft heraus Stellung gegen den Atomausstieg zu beziehen.

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Am kommenden Montag übergibt die Reaktorsicherheits-Kommission ihren Prüfbericht an Umweltminister Röttgen. Werden die Experten empfehlen, die sieben vom Moratorium der Bundesregierung betroffenen Meiler – und vielleicht auch weitere AKWs – endgültig vom Netz zu nehmen? Wir haben die Bundesbürger gefragt, wie sie die Sicherheit der Atommeiler einschätzen. Das Resultat: 92 Prozent halten einen Austritt von Radioaktivtät für möglich.

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Ist bei Ihnen diese Woche das Licht ausgegangen? Nein? Seit Montag sind nur noch 6 der 17 deutschen AKWs am Netz. Denn neben den ohnehin durch das Moratorium zwischenzeitlich stillgelegten Altmeilern werden derzeit weitere Kraftwerke routinemäßig überprüft. Nur noch 10 statt der üblichen 23 Prozent des deutschen Stromes wird derzeit atomar erzeugt. Eigentlich müsste – glaubt man der jahrelangen Panikmache der Atomfreunde – ständig der Strom ausfallen. Doch das ist nicht passiert. Selbst die Preise an der Strombörse entwickelten sich diese Woche moderat. Wäre Strom knapp, würden die Preise in die Höhe steigen.

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Andrea Goetzke, Newthinking Communications, ist eine der Organisatorinnen der re:pubica

Von Andrea Goetzke – Wir freuen uns sehr, LichtBlick als Partner für unsere Konferenz re:publica  gewonnen zu haben. Die re:publica ist eine Konferenz für Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Sie findet zum fünften Mal vom 13. bis 15. April 2011 in Berlin statt. Die re:publica behandelt ein breit gefächertes Themenspektrum an der Schnittstelle zwischen Technologie und Politik, Kultur und Gesellschaft, mit einem besonderen Fokus auf soziale Medien und gesellschaftlicher Partizipation. Angefangen als “Klassentreffen der deutschen Blogger” vor fünf Jahren, hat sich die re:publica als internationale Konferenz mit 3.000 Teilnehmern etabliert.

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Onlinemagazin zur Energie- und Klimawende

Onlinemagazin zur Energie- und Klimawende

Alle fünf  Wochen stehe ich als Mitherausgeber dem unabhängigen Onlinemagazin www.klimaretter.info Frage und Antwort zu Energiepolitik und Klimawandel. Mit dazu gehört auch immer die Frage nach der “Überraschung der Woche”. Hier nun das Interview vom vergangenen Samstag in voller Länge:

1. Ein historischer Tag für Deutschland: Am Dienstag produzierten solare Kraftwerke zum ersten Mal mehr Strom als die Atomkraftwerke. Werden wir das jetzt häufiger erleben?
Das hoffen wir. Atomstrom ist unverantwortbar. Es ist unfassbar, dass es erst soweit kommen musste.

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Das Anti-Atom-Bündnis Campact hat einen Aufruf gestartet, den Sie hier unterzeichnen können:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

wir sind fassungslos und entsetzt über die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Ziehen Sie daraus Konsequenzen: Machen Sie die Laufzeitverlängerung rückgängig und schalten Sie Atomkraftwerke ab – jetzt und endgültig!

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