Die erneuerbaren Energien in Deutschland sind weiter auf dem Vormarsch. In diesem Jahr wurde erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus der Atomkraft gewonnen.  Nach einer Schätzung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft stiegt der Ökostrom-Anteil innerhalb eines Jahres von 16,4 auf 19,9 Prozent. Jede fünfte Kilowattstunde Strom in Deutschland stammt damit aus sauberen Kraftwerken.

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Wie schon in den letzten Jahren liefen die Szenarien der diesjährigen Castor-Proteste auf wechselseitige Machtdemonstrationen hinaus. Organisierte, solidarische und vor allem entschiedene Atomkraftgegner die kreatives Chaos sein lassen und damit den Transport aufhalten einerseits. Hoch mobilisierte, gerüstete Staatsgewalt die ebendies mit allen Mitteln zu verhindern versuchte andererseits.Ich gestehe, dass ich anders als im letzten Jahr mit gemischten Gefühlen ins Wendland fuhr und der Frage ob der Widerstand seine Energie halten oder ob sie wegen des Ausstiegs aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg abflauen würde?

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Alle fünf  Wochen stehe ich als Mitherausgeber dem unabhängigen Onlinemagazin www.klimaretter.info Frage und Antwort zu Energiepolitik und Klimawandel. Mit dazu gehört auch immer die Frage nach der “Überraschung der Woche”. Hier das aktuelle Interview.

Elektromobilität in Frankreich und Deutschland

Die französische Regierung hat diese Woche mit einer Großbestellung von (einheimischen) Elektroautos Industriepolitik gemacht. Hielten Sie einen solchen Anschub auch in Deutschland für sinnvoll?

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Am kommenden Montag übergibt die Reaktorsicherheits-Kommission ihren Prüfbericht an Umweltminister Röttgen. Werden die Experten empfehlen, die sieben vom Moratorium der Bundesregierung betroffenen Meiler – und vielleicht auch weitere AKWs – endgültig vom Netz zu nehmen? Wir haben die Bundesbürger gefragt, wie sie die Sicherheit der Atommeiler einschätzen. Das Resultat: 92 Prozent halten einen Austritt von Radioaktivtät für möglich.

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 Unter dem Motto „Fünf vor Zwölf“ versammelten sich am Ostermontag, pünktlich um 11:55 Uhr rund 15.000 Menschen am „modernsten Siedewasserreaktor Europas„. An dem von Vattenfall und E.ON betriebenen und (noch) still stehenden Pannenreaktor Krümmel, trafen wir uns, um für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg zu demonstrieren.

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Dr. Grießhammer, Öko-Institut e.V.

Dr. Grießhammer, Öko-Institut e.V.

Interview zu “25 Jahre Tschernobyl” mit Dr. Rainer Grießhammer vom Öko-Institut

25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist in Japan geschehen, wovor Atomkritiker immer gewarnt haben. Haben wir nichts gelernt?

Die Risiken, die gegen die Kernenergie sprechen, sind seit langem bekannt. Und die Umfragen zeigen seit Jahren, dass in Deutschland eine große Mehrheit der Bevölkerung den Ausstieg wünscht. Tschernobyl hatte gezeigt, dass eben doch ein katastrophaler GAU in einem AKW passieren kann.

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Zugegeben: ich lese die Frankfurter Allgemeine Zeitung nur sehr selten. Aber der Beitrag des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher, den ich gerade von einem Kollegen bekommen habe, ist so bemerkenswert, dass ich wohl wieder häufiger zu dieser Zeitung greifen sollte. Zum ersten ist festzuhalten, dass „Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds“ eine außerordentlich brillante Demaskierung der Rhetorik aller Atomkraftbefürworter ist. Dazu kommt, dass Schirrmacher ein sprachlich höchst prägnantes, geradezu exzellentes Stück gelungen ist, das einen echten Lesegenuss bietet. Und schließlich: Die FAZ steht nicht im Verdacht, der links-ökologischen Kampfpresse zuzugehören. Insofern ist der Beitrag ein wichtiges Dokument, wie umfassend die Ablehnung der Kernenergie mittlerweile in unserer Gesellschaft verankert ist. Ich verspreche Ihnen: „Die neun Gemeinplätze des Atomfreunds“ sind wirklich lesenswert.

Als Maß für die Verantwortbarkeit der Kernkraft wird gemeinhin das Restrisiko heran gezogen. Die Befürworter bewerten das Restrisiko als so gering, dass sie im Rahmen ihres Abwägungsprozesses zu dem Schluss kommen, dass die kurzfristigen Vorteile der friedlichen Nutzung der Kernenergie deutlich etwaige Restrisiken überwiegen. Sie halten die Kernkraft für verantwortbar. Was Restrisiko dabei aber im Detail bedeutet, haben sie sich offenbar nicht im Detail vor Augen geführt.

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Das Anti-Atom-Bündnis Campact hat einen Aufruf gestartet, den Sie hier unterzeichnen können:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

wir sind fassungslos und entsetzt über die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Ziehen Sie daraus Konsequenzen: Machen Sie die Laufzeitverlängerung rückgängig und schalten Sie Atomkraftwerke ab – jetzt und endgültig!

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Ich habe nach meinem Studium ein halbes Jahr in Tokio gelebt und dort gearbeitet. Auch wenn das schon eine ganze Weile her ist, wird mir diese Zeit sehr lebendig und ich fühle sehr mit den Menschen in Japan, wenn ich dieser Tage Nachrichten höre oder den Liveticker über die Katastrophe im Internet verfolge. Die Luftbilder der vom Tsunami überfluteten Gebiete haben viel Ähnlichkeit mit den mir sehr präsenten Bildern aus japanischen Museen von der Zerstörung ganzer Städte im Zweiten Weltkrieg: Nur die wenigen Stein-/Betonhäuser stehen noch… Die Erinnerung an das atomare Inferno von Hiroshima und Nagasaki 1945 wird in Japan wach gehalten und macht jeden Besucher sehr betroffen. Ich hoffe, dass das ganz große Unglück 2011 noch verhindert werden kann.

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