Ist bei Ihnen diese Woche das Licht ausgegangen? Nein? Seit Montag sind nur noch 6 der 17 deutschen AKWs am Netz. Denn neben den ohnehin durch das Moratorium zwischenzeitlich stillgelegten Altmeilern werden derzeit weitere Kraftwerke routinemäßig überprüft. Nur noch 10 statt der üblichen 23 Prozent des deutschen Stromes wird derzeit atomar erzeugt. Eigentlich müsste – glaubt man der jahrelangen Panikmache der Atomfreunde – ständig der Strom ausfallen. Doch das ist nicht passiert. Selbst die Preise an der Strombörse entwickelten sich diese Woche moderat. Wäre Strom knapp, würden die Preise in die Höhe steigen.

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 Unter dem Motto „Fünf vor Zwölf“ versammelten sich am Ostermontag, pünktlich um 11:55 Uhr rund 15.000 Menschen am „modernsten Siedewasserreaktor Europas„. An dem von Vattenfall und E.ON betriebenen und (noch) still stehenden Pannenreaktor Krümmel, trafen wir uns, um für den sofortigen und endgültigen Atomausstieg zu demonstrieren.

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Onlinemagazin zur Energie- und Klimawende

Onlinemagazin zur Energie- und Klimawende

Alle fünf  Wochen stehe ich als Mitherausgeber dem unabhängigen Onlinemagazin www.klimaretter.info Frage und Antwort zu Energiepolitik und Klimawandel. Mit dazu gehört auch immer die Frage nach der “Überraschung der Woche”. Hier nun das Interview vom vergangenen Samstag in voller Länge:

1. Ein historischer Tag für Deutschland: Am Dienstag produzierten solare Kraftwerke zum ersten Mal mehr Strom als die Atomkraftwerke. Werden wir das jetzt häufiger erleben?
Das hoffen wir. Atomstrom ist unverantwortbar. Es ist unfassbar, dass es erst soweit kommen musste.

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Als Maß für die Verantwortbarkeit der Kernkraft wird gemeinhin das Restrisiko heran gezogen. Die Befürworter bewerten das Restrisiko als so gering, dass sie im Rahmen ihres Abwägungsprozesses zu dem Schluss kommen, dass die kurzfristigen Vorteile der friedlichen Nutzung der Kernenergie deutlich etwaige Restrisiken überwiegen. Sie halten die Kernkraft für verantwortbar. Was Restrisiko dabei aber im Detail bedeutet, haben sie sich offenbar nicht im Detail vor Augen geführt.

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Das Anti-Atom-Bündnis Campact hat einen Aufruf gestartet, den Sie hier unterzeichnen können:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

wir sind fassungslos und entsetzt über die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Ziehen Sie daraus Konsequenzen: Machen Sie die Laufzeitverlängerung rückgängig und schalten Sie Atomkraftwerke ab – jetzt und endgültig!

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Ich habe nach meinem Studium ein halbes Jahr in Tokio gelebt und dort gearbeitet. Auch wenn das schon eine ganze Weile her ist, wird mir diese Zeit sehr lebendig und ich fühle sehr mit den Menschen in Japan, wenn ich dieser Tage Nachrichten höre oder den Liveticker über die Katastrophe im Internet verfolge. Die Luftbilder der vom Tsunami überfluteten Gebiete haben viel Ähnlichkeit mit den mir sehr präsenten Bildern aus japanischen Museen von der Zerstörung ganzer Städte im Zweiten Weltkrieg: Nur die wenigen Stein-/Betonhäuser stehen noch… Die Erinnerung an das atomare Inferno von Hiroshima und Nagasaki 1945 wird in Japan wach gehalten und macht jeden Besucher sehr betroffen. Ich hoffe, dass das ganz große Unglück 2011 noch verhindert werden kann.

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Das Magazin zur Klima-und Energiewende

Das Magazin zur Klima- und Energiewende

Folgender Artikel ist heute in dem unabhängigen Onlinemagazin Klimaretter.info erschienen. Als Mitherausgeber unterstützt LichtBlick das Magazin zur Klima- und Energiewende. Der Autor folgenden Beitrags ist Nick Reimer:

Noch ist die Lage in den Tsunami-Gebieten unübersichtlich, da haben die Ausläufer der zu befürchtenden Atom-Katastrophe Deutschland und die Regierung von Angela Merkel (CDU) erreicht. In Gorleben stürmten Atomkraftgegner das Endlager-Gelände, die Anti-Atombewegung ruft heute zu Mahnwachen auf. Und in den Kommentarspalten der deutschen Presse wird eine neue politische Debatte über die Zukunft der deutschen Atomkraftwerke gefordert. 

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Jochen Stay, Bündnis ausgestrahlt

Jochen Stay, Bündnis ausgestrahlt

Jochen Stay verbringt sein Leben seit dreißig Jahren mit dem Anti-Atom-Protest. Seit einigen Jahren organisiert er den Widerstand nun in der Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt. ausgestrahlt hat Anfang 2011 die Kampagne „Tschüss Vattenfall“ gestartet, die wir als Unternehmen unterstützen.

Im Anschluss an ein gemeinsames Kampagnentreffen, habe ich dieses Gespräch mit dem Anti-Atom-Protestler führen können. (KK)

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Viel ist bereits geschrieben worden während des Atommüllstransportes im Wendland und auch im Vorfeld. In einer derart verhärteten Debatte erscheint es nahezu unmöglich Erlebtes und Gesehenes wiederzugeben und dabei objektiv zu bleiben, denn keine Debatte polarisiert und polemisiert derzeit mehr, als die rund um den Atomausstieg. Die Republik Freies Wendland ist in dieser Debatte zu deren Austragungsort geworden, nirgends manifestiert sich der Irrsinn einer vom Lobbyismus geprägten Politik deutlicher als dort.

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Wer am Wochenende, so wie ich, im Wendland unterwegs war, konnte sich vom friedlichen Protest und vom Irrsinn der Atomenergienutzung ein Bild machen. Vor lauter Polizisten war der Wald kaum noch zu sehen.  Was ein Irrsinn: alle 50 Meter Polizei. Mit und ohne Kampfmontur, mit und ohne Helm, mit und ohne Hund, freundlich und grimmig, meistens müde, teilweise übermüdet und offensichtlich erschöpft, verfroren und gelangweilt. Muss das ein Mist-Job sein. Und das alles für Merkel, Röttgen, die Atomindustrie und deren Müll, der Jahrtausende strahlen wird. Was ein Irrsinn. Jedweder Versuch zur Motivation muss fehlschlagen.

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