Wir haben nachgefragt und sind einigermaßen überrascht: 67 Prozent der Bundesbürger halten Einschränkungen bei der nächtlichen Straßenbeleuchtung für eine sinnvolle Möglichkeit, Energie zu sparen. Allerdings – so betonen viele Bürgerinnen und Bürger – müsse darauf geachtet werden, dass besonders belebte Straßen weiterhin gut ausgeleuchtet werden. Nur ganze 33 Prozent der Befragten lehnen Einschränkungen bei der öffentlichen Beleuchtung generell ab. Sie befürchten, weniger Licht auf den Straßen könnte ihre Sicherheit gefährden.
9 Millionen Straßenlampen
Schätzungsweise neun Millionen Lampen sorgen in Deutschland für Licht auf öffentlichen Plätzen und Wegen. Die dafür anfallenden Betriebskosten sind mit 850 Millionen Euro sehr hoch. Rund die Hälfte ließe sich einsparen. Die EU schreibt – ähnlich wie beim Glühlampenverbot – auch den Kommunen in Zukunft die Nutzung effizienterer Lampen vor. Das trifft sich gut, denn die Gemeinden müssen angesichts klammer Kassen ja ohnehin sparen.
Innovative Techniken sparen bis zu 70 Prozent Energie
Eine technische Neuheit ist beispielsweise das sogenannte „mitlaufende“ Licht: Das Straßenlicht eilt dem Fußgänger voraus und geht hinter ihm wieder aus. Die Leuchten werden auf 20 Prozent ihrer Leistung gedimmt und entwickeln ihre volle Lichtstärke erst, wenn Verkehrsteilnehmer im Erfassungsfeld auftauchen. Mit Hilfe dieser Technik lässt sich bis zu 70 Prozent Energie einsparen.
LichtBlick versorgt 650 Kommunen mit Ökostrom für Straßenlampen
Immer mehr Kommunen setzen übrigens auf sauberen Ökostrom. LichtBlick beliefert 650 Städte und Gemeinden mit grüner Energie. Dazu zählen unter anderem Wolfsburg, Göttingen und Kiel sowie 600 Gemeinden in Schleswig-Holstein. 2012 stellen wir rund 68 Millionen Kilowattstunden grünen Strom für öffentliche Beleuchtung bereit. So sparen die Kommunen etwa 34.500 Tonnen klimaschädliches CO2 ein.










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Hallo,
als Stadtverordneter bekomme ich immer eine Werbebroschüre der SÜWAG. Dort wurde vor kurzem gesagt, dass das Abschalten von Straßenbeleuchtung nicht mehr so einfach geht. Grund ist eine Verordnung auf EU- oder Bundesebene. Genau weiß ich es nicht mehr. Können Sie mir sagen, wie das mit Ihren Vorschlägen zusammenpasst?
Viele Grüße
Thorsten Keller
Hallo Herr Keller, eine solche Verordnung ist uns zumindest nicht bekannt. Unsere Recherchen haben ergeben, dass die EU die Effizienzvorschriften für die Straßenbeleuchtung in Zukunft verschärft. Dass die EU die Ein- und Auschaltzeiten für Straßenlampen vorschreibt, ist uns nicht bekannt.
Mit besten Grüßen
Ralph Kampwirth
Hallo Herr Kampwirth,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe den Text wieder gefunden. Sie finden ihn unter diesem Link auf Seite 11: http://www.suewag.com/item/1325752114/downloads/25/2011_4_Rhein_Main_Taunus_Westerwald.pdf;jsessionid=257EF81C2F4FE6E4244176DF5755A851
Ich erkundige mich aber mal bei der Süwag, um welche Norm es sich handelt.
Viele Grüße
Thorsten Keller